Gesellschaft zur Förderung von Medizin-,
Bio- und Umwelttechnologien e. V.

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Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt von 2014 bis 2020 Projekte im Bereich der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung mit Hilfe von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die GMBU e.V. nutzt als gemeinnützige Forschungseinrichtung dieses Förderprogramm, um gemeinsam mit dem Projektpartner, der ECH Elektrochemie Halle GmbH, einen Gasanalysator für Kältemittelgemische zu entwickeln.

Der Transport von temperaturempfindlichen Gütern wird über Kühlcontainer abgewickelt. Weltweit waren 2012 ca. 2,2 Mio entsprechend mit Kühlaggregaten ausgestattete Standardcontainer im Einsatz. Sie verfügen über eine eigene Kühleinheit, die in der der Tür gegenüberliegenden Stirnwand eingebaut ist und elektrisch betrieben wird. Jeder Container kann separat auf eine Kühl- oder Heiztemperatur eingestellt werden, die von der eingebauten Elektronik laufend überwacht und aufgezeichnet wird. Um das zusätzliche Gewicht der Kühlanlage zu kompensieren, werden bei Kühlcontainern häufig Wände aus Aluminium verbaut.

In den Kühlaggregaten werden Kältemittel eingesetzt. Das Kältemittel ist der Betriebsstoff einer Kälteanlage. In ihr zirkuliert es, wird verdampft, verdichtet, verflüssigt und entspannt. Es übernimmt den Wärmetransport. Kältemittel sollten weder brennbar, noch giftig oder korrosiv sein. Überwiegend werden Fluorchlorkohlenwasserstoffe verwendet.

Die Kältemittelzusammensetzung von Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen und Kühlcontainern ist ständig zu kontrollieren. Mit falschem Kältemittel befüllte Kühlanlagen stellen zum einen ein erhebliches Gefährdungspotenzial dar und verursachen zum anderen erhebliche Mehrkosten aufgrund des erhöhten Energiebedarfes. Besonders gefährlich sind dabei Gemische, die Methylchlorid (R40) enthalten. R40 enthaltene Kältemittelgemische führen zu Korrosionen in den Klimaanlagen und haben aufgrund der heftigen chemischen Reaktionen bereits in mehreren Fällen zu Explosionen der Verdichteranlagen mit Todesfolgen geführt.

Im Laufe des Vorhabens soll ein portabler Gasanalysator geschaffen werden, mit dem es gelingt, die Zusammensetzung der Kältemittelgemische exakt und sofort vor Ort festzustellen. Ein solches Gerät ist bisher nicht auf dem Markt verfügbar.

Die ECH Elektrochemie Halle GmbH entwickelt die Hardware für die Analyse von Kältemitteln mit Hilfe der Gaschromatographie. Insbesondere die Detektorentwicklung stellt spezielle Anforderungen. Die GMBU entwickelt das spezifische gaschromatographische Trennprinzip und eine robuste Probenahmeeinheit für diese Anwendung.

Es soll ein mobiles Analysensystem geschaffen werden, mit dem mindestens 3 Tage ohne Unterbrechung im Vor-Ort-Einsatz gearbeitet werden kann. Die Analysen sollen für den Nichtfachmann möglich sein, indem ein speziell zu entwickelndes Datenbank- und Expertensystem angeboten wird, welches die Auswertung selbständig vornimmt. Durch eine kompakte Ausführung mit implementierter Steuereinheit mit Touch-Screen soll es an die Anwendung im Kraftfahrzeug angepasst werden.

Das Projekt wird gefördert durch:

 

efre